Rockstars ermahnen Deutschlands App-Ingenieure

17. Juli 2017

News

Made in Germany noch nicht im Smartphone angekommen

Nennen Sie spontan drei deutsche Apps, die Sie täglich nutzen. Klappt nicht? Ok, zweiter Versuch. Überlegen Sie kurz, ob Ihnen überhaupt drei deutsche Apps einfallen, die allgemein zur Grundausstattung eines Smartphones gehören. Auch nicht? Kein Wunder, denn obwohl es einige Apps deutscher Unternehmen gibt, erregen diese kaum Aufsehen in der digitalen Welt. Dieser Zustand, der fachsprachliche „State of the German Internet“, war Thema auf der „K5 Future Retail Conference 2017“ in Berlin.

In aller Speicher: WhatsApp, Facebook, YouTube

Das Smartphone ist kein Berliner

Deutschland mangelt es ganz sicher nicht an Möglichkeiten in der digitalen Welt, sondern wir erleben lediglich eine übermächtige Dominanz an US-amerikanischen digitalen Produkten, die im Falle der Apps laut Online Marketing Rockstars einen Marktanteil in Deutschland von 88% ausmachen. Es dürfte hierzulande kaum ein Smartphone geben, auf dem nicht die Symbole von WhatsApp, Facebook, eBay, YouTube oder PayPal zu finden sind. Warum haben deutsche Apps gegen die US-Giganten aber nicht den Hauch einer Chance? Wie die Online Marketing Rockstars festgestellt haben, liegt das nicht an einer schlechteren Qualität der Produkte, sondern an deren schlechterer Vermarktung.

Digital total und Deutschland schaut nur zu?

Andere gehen vor – wenn’s gut geht, kommen wir nach

In den USA und Japan ist HD-TV seit Jahren Standard, während hiesige Sender – von den öffentlich-rechtlichen abgesehen – deftige Gebühren für Scharfseher erheben. Das turboschnelle Breitband-Internet gab es anderenorts bereits, als der deutsche Durchschnittssurfer für die Internetverbindung noch den Telefonhörer in das Modem einlegte. Worte rund ums digitale Vollgas wurden schon immer viele gemacht, aber Taten folgten bis heute nur zaghaft und schrittchenweise – bei den Apps für mobile Endgeräte geht es einfach so weiter. Im Kleinen schlummern hier unglaubliche Potenziale, doch ist der Pioniergeist im Großen und Ganzen flöten gegangen. Man setzt lieber auf sichere Pferde und folgt fertigen Pfaden, weil gute Kopien der Redewendung nach ohnehin besser sind, als etwas schlecht selbst zu machen.

Das ist also die Lösung

Was wir brauchen, sind innovative Konzepte – also Kopien davon

Philipp Westermeyer, Gründer und Vorsitzender der Online Marketing Rockstars, hat eine Patentlösung gegen die digitale Abgeschlagenheit parat: Produkte, Marketing und Vertrieb müssen verschmelzen. Wie? Genauso, wie es große US-amerikanische Firmen vormachen, Tesla, Google und Tupperware zum Beispiel oder Amazon mit seiner Alexa. Wer findet den Fehler? Wenn sich eine Sache nicht langfristig kopieren lässt, dann ist es Erfolg. Sobald sich Erfolgskonzepte vervielfältigen, flauen sie ab, so lange, bis einer kommt und das Feld wieder von hinten aufräumt, indem er sich neu erfindet – mit einem originellen Konzept zum Beispiel. Sprechen Sie uns zum Thema Marketing an – gerne leuchten wir die dunklen Ecken des Marketingdschungels für Sie aus und bereichern Ideen mit neu entdeckter Artenvielfalt.