Ge-Cloud – Sicherheitsexperte bedient sich beim US-Militär

12. Dezember 2017

News

Riesige Datensammlung aus Amazons Cloud gefischt

Dass Datensammler nicht nur daran interessiert sind, möglichst effektiv ihre nächste Werbebroschüre zu verschicken, dürfte hinlänglich bekannt sein. Wie fahrlässig persönliche Daten allerdings im Internet, ja, herumlungern muss man da schon sagen, überrascht mit jedem Mal aufs Neue, weil die Verantwortlichen scheinbar nichts dazulernen. So das US-Militär, das unzählige Terabyte gesammelte Daten aus sozialen Netzwerken auf einer lückenhaften Cloud bei Amazon speicherte.

Routinescan spürt sensible Daten auf

Nutzerbeiträge aus sozialen Medien auf Vorrat

Warum der US-amerikanische Sicherheitsexperte Chris Vickery überhaupt Routinescans bei großen Unternehmen durchführt, sei einmal dahingestellt, nehmen wir die Tatsache hin. Interessanter dabei ist ohnehin, dass er in Amazons Cloud auf ungeschützte Datencontainer des US-Militärs stieß, prall gefüllt mit rund 1,8 Milliarden Nutzerbeiträgen aus sozialen Netzwerken rund um die Welt. Dabei handelte es sich um YouTube-Kommentare, Tweets sowie um Beiträge von Facebook, die als Rohdaten dienen, um analytisch Tendenzen in sozialen Medien aufzuspüren, die geeignet sind, die nationale Sicherheit zu gefährden. Weniger verschnörkelt ausgedrückt ist das nichts anderes als Schnüffelei, angeblich um Straftaten zu verhindern. Nach dem Hinweis des Sicherheitsfachmanns auf die offen liegenden Daten, bedankte sich das Pentagon übrigens artig, machte die Schotten dicht und das war’s.

Die Frage nach dem Risiko

Je kleiner der Anbieter, desto größer die Sicherheit?

Das Internet ist das virtuelle Abbild des realen Lebens: 100%ige Sicherheit gibt es nicht, sondern lediglich abwägende Möglichkeiten, zumindest die kalkulierbaren Risiken zu minimieren. Die Wahl des Hosters oder Cloud-Anbieters bietet so eine Möglichkeit, denn Cyberkriminelle wühlen vermehrt dort, wo es auch mehr zu holen gibt, bei großen, bekannten Anbietern mit Kundschaft in Millionenhöhe. Kriminelle Angriffe auf kleinere, regionale Anbieter finden hingegen eher zufällig statt und selten gezielt. Deswegen lässt sich natürlich nicht pauschal behaupten, kleinere Anbieter seien grundsätzlich sicherer. Dass die großen Anbieter allerdings dem Dauerbeschuss von Cyberkriminellen ausgesetzt sind, das schon.

Wie sicher liegen Ihre Daten eigentlich im Internet? Kontaktieren Sie uns einfach bei Zweifeln oder Fragen und wir beraten Sie gerne.

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