Ransomware wird eine immer größere Bedrohung

5. Oktober 2017

Sicherheit

Neues Windows 10-Update mit versteckter Sicherheitsfunktion

Viren, Würmer und Trojaner – Internetkriminellen fallen immer neue Methoden ein, um unbescholtene Internetnutzer abzuzocken. In letzter Zeit ist zunehmend die sogenannte Ransomware auf dem Vormarsch, eine Schadsoftware, die Ihren Computer quasi als Geisel nimmt und Lösegeld erpresst. Das neue Windows 10-Update bietet eine Schutzfunktion, doch ist diese nicht automatisch eingeschaltet. Wir erklären Ihnen, wie Sie diese aktivieren.

Der Erpresser auf Ihrem Computer

So funktioniert Ransomware

Ein falscher Link im Internet kann genügen, dass sich eine ungewünschte Ransomware auf Ihrem Computer installiert. Diese Schadsoftware verschlüsselt Ihre persönlichen Dateien und fordert zu einer „Lösegeldzahlung“ über anonyme Bezahlsysteme auf, z.B. mit der digitalen Währung Bitcoins. Die schlechte Nachricht bei einem Befall ist, dass Sie nicht viel tun können, außer den geforderten Geldbetrag zu bezahlen, um Ihre Daten wieder zu entschlüsseln. Die gute Nachricht ist, dass das Fall Creators Update für Windows 10 eine bislang effektive Schutzfunktion mit sich bringt.

Schutzfunktion gegen Ransomware muss manuell aktiviert werden

So schützen Sie sich vor einer digitalen Erpressung

Nach der Installation des aktuellen Updates für Windows 10 öffnen Sie das Windows Defender Security Center und wechseln in das Menü „Viren- & Bedrohungsschutz“. Dort klicken Sie auf „Einstellungen für Viren- & Bedrohungsschutz“ und stellen den Schalter bei „Überwachter Ordnerzugriff“ auf „Ein“. Danach haben Sie die Möglichkeit über den Punkt „Geschützte Ordner“ alle Ordner auszuwählen, auf die der Zugriff verweigert werden soll.

Achtung: Das gilt auch für gewünschte Veränderungen, zum Beispiel durch Anwendungen, die zur vollen Funktion auf bestimmte Daten zugreifen müssen. Wählen Sie unter dem zweiten Punkt „App durch überwachten Ordnerzugriff zulassen“ jene Anwendungen aus, die auf die weiterhin auf die überwachten Ordner zugreifen darf. Die geschützten Ordner sind jetzt bestmöglich gegen die Verschlüsselung durch Ransomware geschützt, so lange, bis die bösen Buben es schaffen, diese Schutzfunktion auszuhebeln.

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